Weiblichkeit

Zwischen weiblichem und männlichem Begehren gibt es Unterschiede. Frauen haben eine andere Körpergeschichte als Männer, nicht nur wegen unserer Physiognomie, sondern auch aufgrund historischer und kultureller Prägungen. Geht es um Sexualität, verspüren viele Frauen Druck. Sollte ich nicht mehr/öfter wollen? Funktioniere ich gut genug?
 Dabei sind die Rahmenbedingungen für Sinnlichkeit und weibliches Begehren in unserer Gesellschaft oft dürftig. Was bedeutet es, hier und heute als Frau ein sexuelles Wesen zu sein?
 Ich lade Sie als Frau zu einer gemeinsamen, vorsichtigen wie auch neugierigen Suchbewegung ein, von der Frage inspiriert: Wenn jeglicher Druck verschwindet und ich genug Zeit und Raum für mich habe, was zeigt sich dann? Wenn ich frei von dem bin, was innerhalb der Beziehung oder meiner Umgebung erwartet wird, was entdecke ich? Es geht hier - mit Körperübungen, Reflexion und Austausch - um den Zugang zu ganz eigenen Wünschen und Sehnsüchten, um Lebendigkeit und Fantasie, aber auch um Ambivalenz, Verletzlichkeiten und den Schutz unserer Grenzen. Denn nur, wer ohne Scham und Strafe ein Nein aussprechen kann, hat auch ein Ja zur Verfügung.

Literatur:
Eck, Angelika (Hrsg.) (2018), Der erotische Raum: Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie, 2. Aufl., Heidelberg.
 Sanyal, Mithu M. (2017), Vulva: Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts, 2. Aufl., Berlin.