Sexualität

In der Kultur, in der wir leben, bekommen wir überwiegend vereinfachte und oft geschönte Vorstellungen davon vermittelt, was Sexualität zu sein hat. Nach Peter A. Levine (amerikanischer Biophysiker, Psychologe und körperorientierter Traumatherapeut) übersehen wir dabei, dass Sexualität komplexer ist, tiefgreifend, vielschichtig.
Er beschreibt sexuelle Energie und Lebenskraft als annähernd identisch. Über Sexualität drücken wir uns aus, wir treten mit ihr in Beziehung zu anderen. Sie ist verwoben mit dem Rest unseres Lebens und von verschiedenen Ebenen unseres Seins beeinflusst. Solange wir uns an dem orientieren, was kulturell und medial vermittelt wird, bleiben wir von dieser Energie weitgehend unberührt. Unser Körper macht dicht, wir verlieren die Lust oder fühlen uns trotz Sex unbefriedigt und leer. Irgendwann entsteht der Eindruck, nicht normal zu sein.
Nur, was ist normal?
Unsere Sehnsüchte stehen oft im Widerspruch zur gelebten Realität. Gesehen und respektiert werden, so wie wir sind, wachsen dürfen, wie es uns entspricht - sind tiefe Bedürfnisse von uns allen. Ich betrachte das, was wir begehren, als eine Art Kompass, selbst dann, wenn es uns in herausfordernde Situationen bringt. Eine Krise ist auch eine Einladung, genau hinzusehen und Fragen zu stellen:
Was sind meine Wünsche?
Was genau braucht mein Körper?
Wo verläuft meine Grenze?
Selbstverständlich gilt bei jedem Schritt auf diesem Terrain: Ihre Sexualität gehört Ihnen. Sie entscheiden, ob, wann, wie und mit wem Sie diese leben.

Literatur (Auswahl):
c o m i n g   s o o n /
i n   A r b e i t