Berührung

Für Initmität gibt es Voraussetzungen. Eine davon ist die Fähigkeit, sich berühren lassen ebenso wie berühren zu können. Bei wohltuendem Körperkontakt produziert unser Gehirn Oxytocin. Dieses Glücks- bzw. Bindungshormon verlangsamt Herzschlag und Atemfrequenz, verringert den Blutdruck und baut Stresshormone ab. Nach einer Umarmung oder einer Liebkosung fühlen wir uns ruhig und zufrieden. Körperliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis, überlebenswichtig.

Aber die Sehnsucht nach Berührung geht oft einher mit einer ebenso großen Scheu davor.

Gerade in langjährigen Beziehungen scheint Paaren diese besondere Nähe in der Alltagsroutine verloren zu gehen. Das kann damit zu tun haben, dass Nähe auch eine große Gefahr birgt, nämlich die Verletzung unserer Grenzen. Die Haut ist unsere Körpergrenze. Wenn wir diese Grenze nicht zu schützen wissen, kann sich Berührung bedrohlich anfühlen.
Ich biete einen sicheren Raum, innerhalb dessen Sie Ihre (Körper)Grenze klarer wahrnehmen lernen und erfahren, wie sich eine Berührung anfühlen kann, mit der Sie vollkommen einverstanden sind - als Nehmende:r wie auch als Gebende:r.
Es geht hier um Klarheit, Respekt und Präzision.
Wir arbeiten bekleidet, ich fasse Sie nicht an.

Literatur:
Martin, Betty (2021), The Art of Receiving and Giving: The Wheel of Consent, 1. Aufl., Eugene.
Müller-Oerlinghausen, Bruno/Kiebgis, Gabriele Mariell (2018), Berührung. Warum wir sie brauchen und wie sie uns heilt, 2. Aufl., Berlin.
Schmid, Wilhelm (2019), Von der Kraft der Berührung, 1. Aufl., Berlin.